Brandschutz bei Photovoltaikanlagen: Das sollten Hauseigentümer wissen
belmedia Redaktion Familie Wirtschaft
Auf Schweizer Hausdächern gibt es inzwischen zahlreiche Photovoltaikanlagen. Bei der Planung stehen meist Stromertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt. Ebenso wichtig ist jedoch die technische Sicherheit. Solarmodule, Kabel, Steckverbindungen und Wechselrichter bilden ein elektrisches System, das sorgfältig geplant und fachgerecht installiert werden muss.
Wissenswertes und Tipps, welche Punkte beim Brandschutz einer Photovoltaikanlage wichtig sind, wie sich Wechselrichterkonzepte unterscheiden und worauf Hauseigentümer bei Planung und Betrieb achten sollten, präsentiert appenzellausserrhodenticker.ch in Kooperation mit PVT Schweiz.
Brandschutz beginnt bereits bei der Planung
Eine fachgerecht geplante und installierte Photovoltaikanlage stellt nicht automatisch ein erhöhtes Brandrisiko dar. Wie bei anderen elektrischen Anlagen können jedoch Fehler oder beschädigte Komponenten zu Problemen führen. Unter anderem gelten Komponentenüberlastungen und Lichtbögen als mögliche Brandgefahren. Deshalb kommt es darauf an, die Anlage als Gesamtsystem zu betrachten.
Bereits bei der Planung spielen Leitungswege, Wechselrichterstandorte, Zugänglichkeit sowie die Bildung von Brandabschnitten eine Rolle. Auch Blitz- und Überspannungsschutz sollten geprüft werden.
Kabel und Steckverbindungen verdienen besondere Aufmerksamkeit
Solarmodule erzeugen Gleichstrom. Bei klassischen Anlagen verbindet der Installateur mehrere Module zu sogenannten Strings. Der Gleichstrom gelangt anschliessend über Leitungen zu einem zentralen Wechselrichter, der ihn in den im Gebäude nutzbaren Wechselstrom umwandelt.
Damit dieses System langfristig sicher arbeitet, müssen Kabel, Stecker und Anschlüsse aufeinander abgestimmt und fachgerecht montiert sein. Beschädigte Leitungen, schlecht ausgeführte Steckverbindungen oder ungeeignete Komponenten erhöhen das Risiko für elektrische Fehler. Auch mechanische Belastungen oder Witterungseinflüsse können einer Anlage im Laufe der Zeit zusetzen.
Besondere Bedeutung haben Lichtbögen. Sie können entstehen, wenn der elektrische Kontakt an einer Verbindung unterbrochen oder fehlerhaft ist. Bei hoher Gleichspannung lässt sich ein solcher Lichtbogen unter Umständen aufrechterhalten und erzeugt starke Hitze. Sorgfältige Montage und geeignete Komponenten reduzieren dieses Risiko erheblich.
Unterschiedliche Wechselrichterkonzepte
Die meisten Photovoltaikanlagen funktionieren, indem mehrere Solarmodule zu sogenannten Strings verbunden werden. Der erzeugte Gleichstrom gelangt zu einem Stringwechselrichter, der ihn in Wechselstrom umwandelt. Eine Alternative sind Mikrowechselrichter, die direkt an den einzelnen Modulen installiert werden und den Strom bereits dort umwandeln.
Dadurch bleiben die Gleichspannungen auf den Bereich des jeweiligen Moduls begrenzt. Gleichzeitig lässt sich die Leistung jedes Moduls separat überwachen. Unabhängig vom gewählten System sind hochwertige Komponenten, eine sorgfältige Planung und die fachgerechte Installation entscheidend für einen sicheren Betrieb.
Fachgerechte Montage und Kontrolle schaffen Sicherheit
Die Technik sollte von Fachpersonen korrekt eingebaut werden. In der Schweiz gelten Photovoltaikanlagen als elektrische Installationen. Für bestimmte Elektroarbeiten braucht es deshalb eine entsprechende Installationsbewilligung. Vor der Inbetriebnahme sind Prüfungen vorgesehen, und die Ergebnisse der Schlusskontrolle werden im Sicherheitsnachweis festgehalten. Für Hauseigentümer ist dieser Nachweis ein wichtiger Bestandteil der Anlagendokumentation.
Nach der Montage sollte die Anlage nicht völlig aus dem Blick geraten. Sichtbare Schäden, ungewöhnliche Leistungsabfälle oder wiederkehrende Störungsmeldungen verdienen Aufmerksamkeit. Eigenständige Arbeiten an Kabeln, Steckern oder Wechselrichtern sind dagegen keine gute Idee. Solche Eingriffe gehören in die Hände von Fachpersonen.
Auffälligkeiten durch Montoring erkennen
Moderne Photovoltaikanlagen lassen sich digital überwachen. Je nach System sehen Hauseigentümer auf dem Smartphone oder Computer, wie viel Strom die Anlage produziert und ob einzelne Module die erwartete Leistung erreichen.
Bei Systemen mit modulweisem Monitoring fällt beispielsweise auf, wenn ein einzelnes Panel deutlich weniger Strom erzeugt als die übrigen. Ursache können Verschattung, Verschmutzung oder ein technischer Defekt sein. Auffälligkeiten lassen sich dadurch schneller lokalisieren.
Technische Probleme sollten Profis prüfen. Ebenso wichtig sind eine vollständige Anlagendokumentation und eine eindeutige Kennzeichnung. Informationen über die Lage spannungsführender Bauteile kann den Einsatzkräften im Brandfall die Arbeit erleichtern. Auch Warnkennzeichnungen an den relevanten Anlagenbestandteilen tragen zur Orientierung bei.
Stromspeicher in die Sicherheitsplanung einbeziehen
Viele Hauseigentümer kombinieren ihre Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher. Hier wird überschüssiger Solarstrom gespeichert und kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder verwendet werden. Speicher und Backup-Systeme erweitern allerdings auch die elektrische Anlage und gehören deshalb von Anfang an in die technische Planung.
Wichtig sind ein zum Gebäude und Verbrauch passendes System, ein geeigneter Aufstellort und die fachgerechte Einbindung in die Elektroinstallation. Wer zusätzlich eine Backup- oder Notstromversorgung plant, sollte früh klären, welche Verbraucher bei einem Netzausfall versorgt werden sollen. Je nach Anlage sind auch vollständig netzunabhängige Insellösungen möglich.
PVT Schweiz plant und realisiert Photovoltaiklösungen aus einer Hand
Die in Herisau ansässige PVT Schweiz begleitet Kunden von der ersten Analyse bis zum laufenden Betrieb ihrer Photovoltaikanlage. Zu Beginn prüft das Unternehmen Dach, Ausrichtung, Verschattung und Stromverbrauch und ermittelt die mögliche Solarstromproduktion. Auf dieser Grundlage entsteht eine individuell auf das Gebäude und den Bedarf abgestimmte Anlage. Renditeberechnung und Amortisationsplan geben bereits vor der Installation einen Überblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Bei den Solarmodulen setzt PVT Schweiz auf europäische Hersteller und wirbt für die eingesetzten Module mit einer eigenen Vollgarantie. Für die Stromumwandlung verwendet das Unternehmen Enphase-Mikrowechselrichter. Sie arbeiten direkt an den einzelnen Modulen und ermöglichen eine separate Überwachung jedes Panels. Für die Mikrowechselrichter gewährt Enphase nach Angaben von PVT Schweiz eine Garantie von 25 Jahren.
PVT Schweiz übernimmt zudem die Planung und Montage, die erforderlichen Anmeldungen sowie die Inbetriebnahme. Dazu gehören die Netzanmeldung und die Abwicklung der Einmalvergütung über Pronovo sowie kantonaler Förderprogramme. Nach der Inbetriebnahme lässt sich die Anlage per App überwachen. Betreiber können Produktion, Verbrauch und Speicherstand verfolgen, die Leistung einzelner Module kontrollieren und Störungsmeldungen abrufen.
Zum Angebot gehören ausserdem Stromspeicher sowie automatische Backup- und Notstromlösungen. Für Standorte ohne Netzanschluss plant PVT Schweiz auch Inselanlagen. Grössere Batteriespeicher lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen für Regelenergie einsetzen. Im Bereich Brandschutz stellt das Unternehmen zudem technische Dokumente und Zertifikate für Gebäudeversicherungen sowie Unterlagen zur Installation für die Feuerwehr bereit.
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